Boden und Klima - Languedoc Wines

Boden und Klima Eine grosse Bodenvielfalt und ein typisches Mittelmeerklima

Boden und Klima

Genau wie die Rebsorten wichtige Orientierungspunkte auf der Weinkarte sind, ist es für den Verbraucher interessant, die typischen Boden- und Klimaeigenschaften zu kennen, denn sie vermitteln nützliche Informationen über den Geschmack und den Charakter des Weins.

Eine enorme Bodenvielfalt

Im Languedoc findet man eine sehr grosse Vielfalt an Böden, die ja nach Appellation unterschiedlich sind: ausgedehnte Terrassen mit Kieselsteinen, Sandstein und Mergel, Kalk und Schiefer, tonhaltige Böden; Konglomerate, Sandböden und Molasse, usw. - viele Besonderheiten, die das Typische jeder Appellation der Terroirs des Languedoc ausmachen.

Ein typisches Mittelmeerklima mit gewissen Nuancen im Osten

Im Languedoc, dem südlichsten Territorium Frankreichs, herrscht hauptsächlich mediterranes Klima. Die Sommer sind sehr warm und trocken, der Herbst und Frühling sind gemässigt, mit Ausnahme einiger Morgenfröste im April, milde sonnige Winter und Temperaturen, die nur selten unter 0°C sinken. Die Niederschlagsmengen sind gering (in einigen Gemeinden sind sie die geringsten von ganz Frankreich)n, und der Tramontane-Wind, der häufig und kräftig bläst, trocknet die Rebstöcke und schützt sie vor Krankheiten – das ideale Klima für den Weinanbau. Aber die mediterrane Prägung löst sich auf und verbindet sich mit den Eigenschaften des Atlantikklimas im äussersten Westen des Territoriums, die gilt insbesondere für die Appellationen Cabardès und Malepère. Das Zusammentreffen von Atlantik und Mittelmeer schafft ein Übergangsklima.

Mehr darüber Die natürlichen Faktoren bedingen die Vielfältigkeit der Weine.

Die gesamte französische AOC-Gesetzgebung sowie diejenige zahlreicher Länder mit alten Weinbautraditionen stützt sich auf die Festlegung von Anbauzonen in Abhängigkeit von Klima und Boden - in Form der „Terroirs“. Das Terroir ist wesentlich, um die Originalität und die Qualität eines Weines zu erklären.

Das Klima

Die Hauptfaktoren

Das Sonnenlicht : Der Wein fordert viel Licht, doch wurde auch festgestellt, dass in den Mittelmeerländern zu viel Wärme und Licht der Produktqualität schaden, da die Trauben nicht den optimalen Säuregehalt und nicht das gewünschte Aroma erreichen.

Die Wärme : Es ist sehr wichtig, zu wissen, welchen Temperaturen und wie viel Wärme eine Rebe an einem bestimmten Ort ausgesetzt ist. Diese Faktoren beeinflussen den Polyphenol-Gehalt der geernteten Trauben. Andererseits kann zu viel Wärme während der Reifeperiode den Aromen des Weins schaden. In den nördlichen Gebieten reifen die Trauben über eine bestimmte Grenze hinaus nicht mehr, anderswo hängt die Wahl der Rebstöcke (frühe oder späte Sorten) vom Jahresmittelwert der Wärme ab.

Der Regen : Die Rebe bevorzugt ein trockenes Klima, 400 bis 600 mm Wasser pro Jahr, doch kann sie auch höhere Neiderschlagsmengen vertragen. Wichtig ist, dass der Regen über den vegetativen Zyklus der Weinrebe hinweg ausreichend verteilt ist.

Weitere Klimafaktoren :

Weitere Klimafaktoren von lokalem Interesse sind leichter bzw. dichter Nebel, Frühjahrsfröste, Wind und Hagel…

Der Einfluss des Klimas

Er kann auf drei Ebenen bewertet werden :

Der Einfluss des Klimas auf regionaler Ebene :

Wir unterscheiden in Frankreich drei grosse Weinbaugebiete

Der nördliche Raum :

Der Atlkantikraum :

Der Mittelmeerraum

Einfluss des Klimas auf lokaler Ebene: Das Mesoklima :

Mehrere geografische Faktoren können auf lokaler Ebene die klimatischen Verhältnisse beeinflussen.

Der Einfluss des Klimas auf Ebene der Parzelle: das Mirkoklima :

Auch auf Ebene der Parzelle beeinflussen bestimmte Faktoren das Klima.

BODEN

Es mag kühn erscheinen, den Boden, der vom Wein bevorzugt wird, absolut zu definieren, . Wenn auch feststeht, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen der mineralischen und chemischen Zusammensetzung der Böden und der Originalität der Weine, bleibt es dennoch schwierig, feste Regeln aufzustellen. Mehr noch als die chemische Zusammensetzung des Bodens sind es die physischen Eigenschaften, die die Qualität des Weins bestimmen. Die Regulierung des Wasserhaushaltes am Weinberg (das Wasser im Fall übermässiger Niederschlagsmengen zurück halten bzw. Bewässerung bei Trockenheit) wird als ein wesentliches Element für die Qualität des Terroirs angesehen. Um eine Weinernte hoher Qualität zu garantieren, sollte der ideale Boden nicht zu fruchtbar sein (bescheidene Erträge), heterogene Strukturen aufweisen, damit das Wasser gut abfliessen kann und die Weinreben müssen ein gutes Wurzelwerk haben (optimale Nährstoffzufuhr, vor Unbilden des Klimas besser geschützt)